Jahres­ausstellung

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WEISER

Dort wo die Kamerafahrten der Serie WEISER stoppen, treten solitäre Protagonisten auf den Plan. Eingebettet in eine Umwelt, die menschengemacht, oder zumindest von Menschenhand maßgeblich mitgeformt ist, treten diese als retardierendes Moment in einer nicht weiter bezeichneten Handlung auf. Dem Wesen der Fotografie folgend, nur Bruchstücke, besser gesagt Erinnerungsstücke aus einem wie auch immer gearteten Progress zu zeigen, bilden die einzelnen Tableaus die Idee hinter der konzeptuellen Vorgehensweise immer wieder ab. Als Nachfahren der Rückenfiguren der Romantiker des 19. Jahrhunderts, richtet sich auch in den Fotografien zwei Jahrhunderte später der Blick der Figuren nicht direkt an den Betrachter, sondern schweift in den „Off-Screen“. Ein Platz der der Fotografie abhanden gekommen zu sein scheint, verehrte diese doch seit Anbeginn in kultischer Andacht den menschlichen Blick.
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