Jahres­ausstellung

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liquefacio

Suchend treiben wir auf dem endlosen Datenmeer. Während wir die Weiten des Ozean erforschen, entfernen wir uns von den gewohnten Ufern. Sie gaben uns einst Festigkeit und Halt, doch heute müssen wir ohne Anhaltspunkte navigieren. Um so schwieriger ist es geworden die Eigenbewegung ohne Referenz noch wahrzunehmen. Die Arbeit „liquefacio“ fasst die Umwälzungen des digitalen Wandels und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Wahrnehmung zusammen. Im Zentrum der Beobachtung steht die Metapher der Verflüssigung und deren Bedeutung als kulturprägender Begriff. Er wird einer Verortung mit Hilfe von Medien-Philosophie und Ästhetik und letztendlich einer Relativierung und Neubewertung im historischen Kontext unterzogen. An Hand grafischer Experimente werden unterschiedliche Methoden visueller Verflüssigung und deren Zusammenhang mit Beschleunigung analysiert, um die Wahrnehmung zu schulen.
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