Jahres­ausstellung

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Der Reiz am Insekt – eine gestalterische Auseinandersetzung mit Abscheu und Faszination

Ekel und Abscheu als ästhetische Reize zu verstehen, ist auf den ersten Blick befremdlich. Doch sprechen sie tiefste Emotionen an, wie die Provokation durch den Anblick von Insekten. Solche Eindrücke sind nachhaltig verankert und beeinflussen zunehmend. Insekten werden in der westlichen Gesellschaft mit Ekel verbunden, diese bergen jedoch in Zeiten der Ressourcenknappheit und Überbevölkerung ein großes Potential. So werden Insekten schon häufig als Nahrungsersatz für Fleisch in Erwägung gezogen. Die Überlegung eine langsame Umgewöhnung einzuleiten und Insekten den Menschen näher zu bringen, ist naheliegend, um deren Potential ausschöpfen zu können. Die Ästhetisierung des Reizes ist Kern unserer Arbeit, in der wir uns experimentell und forschend mit dem Insekt auseinandersetzen, die Prinzipien des Ekels analysieren und uns selbst in den Grenzbereich zwischen Abscheu und Anziehung bringen.
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